26.12.2012  |  Pastor Garafiano
Von der Real Sociedad Canina de España (übersetzt:königliche Hundegesellschaft) ist diese aus La Palma stammende Hunderasse offiziell anerkannt. Eine FCI Rasseanerkennung liegt nicht vor. Der Pastor Garafiano, der seinen Namen von der nordwestlichsten Gemeinde der Insel La Palma hat, wird dort auch heute noch als Gebrauchshund gehalten und vermehrt. Der Garafiano ist eine bodenständige und urtümliche Hunderasse, die auch heute noch als Herdenschutzhund z.B. bei den Ziegenherden eingesetzt wird. Da es auf La Palma jedoch keine Beutegreifer gibt, außer evtl. wildernden Hunden, soll er die Herden gegen vermeintliche Viehdiebe schützen. Der Ursprung des Garafiano soll sich aus der Vermischung der auf der Insel lebenden Hunde und denen der von den Eroberern mitgebrachten Hunde ergeben haben. Im Gegensatz zu anderen Hütehunden wurde der Garafiano lediglich nach Gebrauchsfähigkeit selektiert und nicht nach anderen festgelegten Standards. Deshalb sehen diese Hunde nicht uniform aus und haben z.B. entweder Stehohren oder Steh-Knickohren. Was sie auszeichnet ist Ihre Kondition und Beweglichkeit, besonders in unwegsamen Gelände, ihre Ausdauer, ihre Wachsamkeit und ihre Kletterkünste. Außerdem ist der Garafiano ein sehr intelligenter Hund mit schnellem Auffassungsvermögen, wobei er aber nicht den unbedingten Gehorsam eines Border Collie zeigt. Er ist zwar gehorsam, neigt aber eher dazu, die Befehle seines Halters zu hinterfragen und dann nach seiner Entscheidung zu handeln. Der Körperbau entspricht den Ansprüchen eines Hundes, der im Gebirge seinen Aufgaben nachkommen muss. Die Hündinnen erreichen ein Schulterhöhe von ca. 55 - 62 cm und ein Gewicht von ca. 25 - 30 Kg. Die Rüden sind mit einer Schulterhöhe von ca. 57 - 65 cm und einem Gewicht von ca. 28 - 35 kg schon stattlicher. Die Farben des Felles gehen von rotblond bis fuchsrot, wobei man auf Ausstellungen ausschließlich rote Garafianos sieht. Dieser Hund sollte hier in Deutschland entsprechend gefordert (Kopfarbeit) werden, auch sollte ein eigenes Grundstück vorhanden sein, bzw. viel Zeit im Freien verbracht werden.

  
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