26.12.2012  |  Filaria
Genauer Dirofilaria immitis, auch Herzwurm genannt.
Da diese Erkrankung auf La Palma immer wieder positiv bei Hunden getestet wird, möchten wir hier genauer darauf eingehen.

Die Mikrofilarien werden über Stechmücken auf den Hund übertragen. Aus diesen Mikrofilarien wachsen in einem Zeitraum von ca. 100 Tagen erwachsene Würmer, die wiederrum fortpflanzungsfähig sind und Mikrofilarien ins Blut abgeben. Die Makrofilarien (erwachsene Würmer) siedeln sich in der Lungenaterie an und breiten sich bei starkem Befall bis in die rechte Herzhälfte oder sogar in die Hohlvene aus. Diese Wurmerkrankung kann behandelt werden und man kann auch der Bildung von Makrofilarien vorbeugen. Bei sehr jungen Hunden unter 100 Tagen kann durch das Abtöten der Mikrofilarien verhindert werden, daß es überhaupt zur Ausbildung von erwachsenen Würmern kommt.

Alle unsere Hunde in der Auffangstation sind getestet und werden alle 4 Wochen mit einem entsprechenden Wurmmittel behandelt. Filaria ist KEINE Erkrankung mit der der Hund lebenslang leben muß. Unsere Hunde bekommen auch hier in Deutschland noch eine zweimalige Filariabehandlung, um auszuschließen, daß Sie Sich noch kurz vor dem Flug infiziert haben könnten. Filaria positive Hunde werden erst nach abgeschlossener Behandlung nach Deutschland vermittelt. Die erwachsenen Würmer werden bei dieser Behandlung abgetötet und das Blut verdünnt, damit es nicht zu Thrombosen oder Embolien durch den abgestorbenen Wurm kommt. Bei älteren Hunden, die einen jahrelangen, unbehandelten Krankheitsverlauf hatten kann es zu Herzschäden durch die Würmer gekommen sein. Bei jüngeren Hunden ist dies sehr unwahrscheinlich. Auch unsere älteren Hunde konnten mit der Gabe von Herztabletten ein normales Alter erreichen.

Unser Fazit: Filaria ist kein Schreckgespenst und gerade bei jüngeren Hunden 1. gut zu behandeln und 2. ohne Folgeschäden für den Hund.
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