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Ablauf einer Vermittlung

Erstes Telefonat und Vermittlungsgespräch

Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer Überlegung, ein Tier bei sich aufzunehmen und wollen Sie mit Rat und Tat unterstützen. Damit wir beurteilen können, ob ein Hund zu Ihrer derzeitigen Lebenssituation passt, benötigen wir einige Informationen. Wir legen großen Wert darauf, Sie ausführlich zu beraten, denn Sie sollen schließlich glücklich werden mit Ihrem Vierbeiner und der auch mit Ihnen.

So können Sie Ihren Vierbeiner kennnelernen

Unsere Hunde befinden sich entweder noch in Spanien (Auffangstation, Pflegestellen) oder in Deutschalnd bei Pflegestellen. Bei Hunden, die bereits in Deutschland sind, ist ein Kennnelernen natürlich leichter möglich. Sie können per Termin die Hunde bei der Pflegefamilie besuchen. Auf diese Weise lässt sich eher etwas über das Verhalten und den Charakter des Tieres sagen. Dadurch, dass Sie an einzelne Stellen fahren müssen, um ein Hund zu sehen, ist der Aufwand natürlich größer, als wenn Sie in ein Tierheim fahren könnten, in dem viele Hunde untergebracht sind.

Besuch bei der Pflegestelle

Nachdem wir mit Ihnen ausführlich gesprochen haben, erhalten Sie die Telefonnummer der Pflegestelle, um einen ersten Termin zu vereinbaren. Wichtig ist, dass alle Familienmitglieder mitgehen, die in die Entscheidung eingebunden sind. Kinder sollten auf jeden Fall dabei sein, denn sie müssen das Tier mögen und umgekehrt. Lassen Sie den Hund seinen neuen "Kumpel" beschnuppern, auch er hat ein "Mitspracherecht". 

Der Vorbesuch

Sobald Sie sich für einen Hund entschieden haben, nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir organisieren eine Vorkontrolle, was bedeutet, ein Mitglied vom Verein bzw. eines anderen Tierschutzvereins besucht Sie zuhause. Ziel dieses Besuches ist es, sich gegenseitig etwas kennen zu lernen, eventuelle Fragen oder Unsicherheiten zu klären. Zudem möchten wir natürlich auch sehen, wo unsere Schützlinge in Zukunft leben werden.

Schutzvertrag - Auslagenerstattung

Vorkontrolle bzw. Vorbesuch sind gut verlaufen ist und wir sind sicher, dass unser Schützling zu Ihnen passt und ein gutes Zuhause bei Ihnen finden wird, dann werden wir mit Ihnen einen Termin vereinbaren, an dem Sie Ihren Hund in der Pflegestelle abholen dürfen bzw. wann der Hund aus Spanien kommen wird. Wir schließen bei Abgabe eines jeden Tieres einen so genannten Schutzvertrag und erheben eine entsprechende Gebühr. Die Auslagenerstattung ist - je nachdem, ob das Tier bereits kastriert ist oder nicht - unterschiedlich hoch. Die von Ihnen bezahlte Auslagegebühr fließt unmittelbar und ohne Abzug in die Vermittlung des nächsten Hundes. So gesehen helfen Sie zwei Hunden: dem ersten geben Sie ein liebevolles Zuhause und einem zweiten helfen Sie, ebenfalls ein gutes Zuhause zu finden.

Weitere Fragen zur Vermittlung

Alle Fragen, die bei Ihnen auftreten, werden wir Ihnen guten Gewissens beantworten. Schließlich liegt es uns am Herzen, dass Sie sich Ihrer Sache sicher sind, denn Sie übernehmen mit dem Tier für viele Jahre eine Verantwortung.

Hund auf Probe?

Ein Tier auf Probe, das geht nicht und wäre eine zu große Belastung für das Tier! Sobald Sie sich für einen Hund entscheiden haben und alles in die Wege geleitet ist, dann gehört er zu Ihnen und Ihrer Familie. Sie erhalten vorab von uns alle Informationen, die den Hund betreffen und die uns zur Verfügung stehen. Es gibt die Möglichkeit, dass Sie als Pflegestelle fungieren: dass heißt, Sie nehmen einen Hund vorerst als Pflegehund auf, um ihn besser kennen zu lernen. Dies geht aber nur mit Hunden direkt aus Spanien, nicht mit Hunden, die bereits hier in einer Pflegestelle sind. Falls Sie zunächst eine Pflegestelle anbieten möchten, können Sie das gerne tun. Sie teilen uns in diesem Fall einfach mit, welchen Hund Sie in etwa suchen und wir werden Ihnen einen entsprechenden Pflegehund aussuchen. Dieser steht offen zur Vermittlung, wir suchen über Sie als Pflegestelle für ihn ein neues Zuhause. Jetzt haben Sie die Möglichkeit, die Vermittlung zu stoppen und den Hund selbst zu "adoptieren" - jedoch nur so lange wie noch kein konkreter Interessent vorhanden ist, denn das wäre diesem Interessenten gegenüber unfair. Über diesen Weg einer Pflegestelle haben schon viele Familien den passenden Hund gesucht und gefunden. Oft ist es der erste Pflegehund, der dann "hängen bleibt" - denn alle sind ja irgendwie toll - manchmal klappt es erst später.

Verträgt sich der Hund mit Katzen?

Zuweilen vermitteln wir Hunde in Familien, in denen bereits Stubentiger leben. Im Vorfeld werden wir gefragt, ob sich der Hund mit Katzen verträgt. Da in manchen Pflegefamilien Katzen leben, können wir das dann genauer beurteilen. Dies ist jedoch nicht überall der Fall. Unsere Erfahrung zeigt, dass die südländischen Hunde oft ohne Probleme mit Katzen zusammen leben. Es kann in den ersten Tagen zu Anlaufschwierigkeiten kommen - der Hund jagt zunächst die Katze, weil er mit ihr spielen will, er verbellt sie aus Unsicherheit oder weil es Spaß macht - bekannt ist auch, dass Katzen gerne motzen, wenn so ein unerwünschter neuer Bewohner einzieht. Das äußert sich dann in Unsauberkeit, die Nacht draußen zu verbringen oder sich auf dem Schrank zu verstecken etc. - Aber wenn Sie genügend Durchhaltevermögen zeigen, legt sich das alles in wenigen Tagen. Hund und Katz liegen nicht selten zusammen auf der Couch.

Wie viel erfahre ich über den Hund?

Einige Hunde leben in Pflegefamilien von denen wir soviele Informationen wie nur möglich von den  spanischen Tierschützern anfordern. So können wir Ihnen recht viel über die Tiere und ihr momentanes Verhalten sagen. Hunde sind Lebewesen und Lebewesen verhalten sich in verschiedenen Situationen nicht immer gleich. Es gibt keine Garantie, dass ein Hund stubenrein, kinderlieb ist oder stundenlang brav alleine bleibt, nicht wegläuft oder ähnliches. Wir können Ihnen beurteilen, wie der Hund im Moment ist, sich in seiner jetzigen Pflegefamilie, in der Auffangstation und den dortigen Menschen, Tieren und Situationen gegenüber verhält.

Was, wenn ich den Hund nicht mehr halten möchte?

Dies regelt der mit uns geschlossene Schutzvertrag. Natürlich werden wir unsere Schützlinge wieder in unsere Obhut nehmen, falls Sie Ihren Hund aus wichtigem Grund nicht halten können - was wir uns natürlich nicht wünschen. 

Manchmal gibt es nach einer Vermittlung "Rückläufer", trotz aller Sorgfalt bei der Vermittlung. Manche Menschen sind mit dem Hund überfordert, das Tier verhält sich anders als gedacht, es gibt gravierende Schwierigkeiten, die zuvor nicht erkennbar waren. Wir nehmen nur kastrierte Tiere (außer Welpen) zurück.  

Sie sollten sich die Anschaffung sehr gut überlegen und es im Zweifelsfall wirklich erst als Pflegestelle versuchen. Es ist für den Hund belastend, zu Ihnen zu kommen und sich dann nach kurzer Zeit neu orientieren zu müssen.

Was zu bedenken ist: Die gezahlte Auslagenerstattung bei Vertragsabschluss wird bei einer Rückgabe nicht zurück erstattet, sie bleibt als Spende beim Verein!